Rechtsextreme und rassistische Vorkommnisse in Schleswig-Holstein 2014


29.12.14 „Pegida“ in Schleswig-Holstein

Seit mehreren Wochen gehen jeweils montags mehrere tausend Menschen in Dresden unter dem Motto „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (Pegida) auf die Straße. In anderen Städten gibt es Nachamer, die allerdings weitaus weniger Menschen auf die Straße bringen. In der Öffentlichkeit wird auch in Schleswig-Holstein über problematische Inhalte von Pegida und die Beteiligung von Rechtsextremen kontrovers diskutiert. Im nördlichsten Bundesland existieren mittlerweile mehrere Facebook Gruppen von Pegida-Sympathisant/-innen. Öffentliche Auftritte sind bislang nicht bekannt geworden. Die Partei Alternative für Deutschland Schleswig-Holstein äußert auf ihrer Webseite „Verständnis“ für Pegida, die NPD und andere Rechtsextreme begrüßen die Bewegung und rufen zur Teilnahme auf. (Quelle: RBTs Schleswig-Holstein)


13.12.14 Neonazis provozieren Linke in Schwarzenbek

Am Rande einer Demonstration der linken Szene haben mehrere mutmaßliche Neonazis Demoteilnehmer/-innen provoziert. Laut Teilnehmenden soll hierbei auch ein Hitlergruß gezeigt worden sein. Seit mehreren Monaten kommt es in der Stadt immer wieder zu Propagandaaktionen von Rechtsextremen wie Schmierereien und dem Kleben von Plakaten. Es soll auch körperliche Auseinandersetzungen zwischen Angehörigen der rechten- und der linken Szene gegeben haben. (Quellen: Bergedorfer Zeitung vom 15.12.2014; RBTs Schleswig-Holstein)


06.12.14 NPD agitiert gegen Geflüchtete in Boostedt

Eine handvoll Aktivist/-innen der NPD hat am 06.Dezember eine Kundgebung in Boostedt durchgeführt. Einmal mehr versuchten die Rechtsextremen, Stimmung gegen die geplante Unterbringung von Geflüchteten in der Gemeinde zu machen. Obwohl die Landesspitze der Partei fast vollständig angereist war, folgten nur wenige Aktivist/-innen dem nicht öffentlichen Aufruf. Das Interesse der Öffentlichkeit war ebenfalls verhalten. (Quelle: RBT Kiel)


28.11.14 Neue rechtsextreme Wähler/-innenvereinigung in Neumünster

In der als Treffpunkt der rechtsextremen Szene bekannten neumünsteraner Kneipe „Titanic“ hat sich eine neue Gruppierung formiert. Federführend beim „Bund für Deutschland“, der auch bei Wahlen antreten will, ist Titanic-Wirt Horst Micheel. Thematisch versuchen die Rechtsextremen im Internet vor allem aus der Debatte um Geflüchtete und Asyl politisches Kapital zu schlagen. Es wird abzuwarten sein, ob der „Bund für Deutschland“ als Kokurrenz zu der NPD der Stadt auftreten, oder mit dieser kooperieren wird. (Quelle: RBT Kiel)


27.11.14 Rechtsextreme aus Schleswig-Holstein bei „Rechtsschulung“ in Hamburg

Die rechtsextreme Organisation „Nationale Hilfe Schleswig-Holstein“ hat eine „Rechtsschulung“ bei der rechten  Szene-Anwältin Gisa Pahl in Hamburg durchgeführt. Nach Angaben der Rechtsextremen waren das Verhalten bei Hausdurchsuchungen und das Versammlungsrecht Themen der Veranstaltung. (Quelle: Blick nach Rechts vom 27.11.2014)


18.11.14 Neonazis aus Schleswig-Holstein bei Hooligan Demonstration in Hannover

An der Demonstration „Hooligans gegen Salafisten“ am 15.11. haben sowohl organisierte Neonazis, als auch rechte Hooligans aus Schleswig-Holstein teilgenommen. Im Internet bezeichnen Neonazis, die sich outen dabei gewesen zu sein, die Demonstration als „Aktion [eines] breiten Teil[s] unseres Volkes“. Insgesamt erschienen weniger Teilnehmer/-innen als befürchtet. Die erwarteten Ausschreitungen blieben weitestgehend aus. (Quelle: RBTs Schleswig-Holstein)


18.11.14 Flyer der NPD-Nordfriesland in Harrislee bei Flensburg

Nachdem am 06.10.14 bereits Flyer des Magazins „Junge Freiheit“ mit fremdenfeindlichen Inhalten in die Briefkästen von Bewohner/innen des Flensburger Stadtteils Weiche und der Gemeinde Harrislee gelangten, sind nun auch Flyer der NPD-Nordfriesland auf demselben Wege abermals in der Gemeinde Harrislee aufgetaucht. Mit dem Inhalt des Flyers startet die Partei den Versuch, sich als harmlos darzustellen und um Wähler/-innen und Mitglieder zu werben. (Quelle: RBT Flensburg)


13.11.14 Neonazis attackieren Jugendhaus in Bargteheide

In den vergangenen Wochen wurde das Autonome Jugendhaus Bargteheide zwei Mal von mutmaßlichen Neonazis mit rechtsextremen Parolen und Hakenkreuzen beschmiert. In einem Fall brachen die unbekannten Täter/-innen auch in das Haus ein und sprayten auch im Inneren des Gebäudes. (Quelle: RBT Kiel)


12.11.14 „President“ der rechtsextremen „Bruderschaft“ Brigade 8 scheitert mit Crowdfunding-Aktion in Schleswig

Der selbsternannte „President“ der rechtsextremen „Bruderschaft“ Brigade 8, Christian M., gründete im Frühjahr diesen Jahres den Versandhandel „Kamikaze Gangwear 187“ mit Sitz Schleswig, der Textilien vertreibt. Im letzten Monat versuchte er mit Crowdfunding Geld für zwei Textildirektdruckautomaten zusammen zu bekommen. Offensichtlich ist er hiermit gescheitert: Seit Beginn der Woche ist die Seite offline. Sogenannte „Bruderschaften“, die sich stilistisch und organisatorisch an Motoradrockern orientieren, sind eine neuere Organisationsform von Neonazis. Die „Brigade 8“ hat nach eigenen Angaben „Chapter“ in mehreren Bundesländern. Tonangebend sind Neonazis aus Schleswig. (Quelle: RBT Flensburg)


01.11.14 Rechtsextreme Fussballfans aus Lübeck randalieren in Hannover

Während einer Regionalligapartie zwischen den Amateuren von Hannover 96 und dem VfB Lübeck wurden aus einer Gruppe der ca. 75 angereisten VfB-Fans rechtsextreme Parolen skandiert und Hannover 96-Fans provoziert. Bei Auseinandersetzungen mit der Polizei wurde ein Beamter durch einen Böllerwurf eines VfB-Fans schwer verletzt. (Quelle: Hannoversche Allgemeine Zeitung)


01.11.14 Neonazis aus Schleswig-Holstein bei illegalem Konzert in Greifswald

Am Freitagabend hat die Polizei ein nicht angemeldetes Konzert der rechtsextremen Szene in Greifswald aufgelöst. Hierbei kam es zu Auseinandersetzungen zwischen den 500 Konzertbesucher/-innen und der Polizei. Unter den Rechtsextremen waren auch Personen aus Schleswig-Holstein. (Quelle: Polizeipresse vom 01.11.2014)


22.10.14 AfD Kreissprecher wegen rechtsextremer Äußerungen zurückgetreten

Nachdem der Bundesvorstand der Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) ein Parteiausschlussverfahren wegen rechtsextremer Äußerungen gegen ihren Stormarner Kreissprecher Dirk Helms eingeleitet hatte, legte dieser freiwillig sein Amt nieder. Unterdessen geht innerhalb der Partei der Streit über Helms weiter:  Auf der Facebook Seite der Ostholsteiner AfD  schrieb etwa ein „Rainer aus Oldenburg“, seine Partei sein Opfer einer Lügenkampagne des „linken Kapfblattes“ Lübecker Nachrichten geworden. In einer Stellungnahme distanzierten sich die Kreisverbände Ostholstein und Stormarn zwar von den Äusserungen Helms, bezeichneten ihn aber als „honorigen und integren Mitstreiter“, worauf der Landesverband der Partei widersprach: Helms sei „untragbar“. (Quelle: taz vom 22.10.2014)


20.10.14 Rechtsextreme Ausfälle auf Veranstaltung der AfD in Stockelsdorf

Bundesweit geraten Mitglieder und Funktionäre der Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) immer wieder wegen rechtsextremer Vergangenheit oder Äußerungen in die Kritik. Im Zuge eines Vortrages auf einer Veranstaltung in Stockelsdorf äußerte sich das Parteimitglied Dirk Helms islamfeindlich. Auch behauptete er, im nationalsozialistischen Konzentrationslager Dachau hätten die Alliierten erst nach der Befreiung Gaskammern errichtet, um die Öffentlichkeit zu täuschen. Der AfD Bundesvorsitzende Lucke kündigte ein Parteiausschlussverfahren gegen Helms an. (Quelle: LN Online vom 19. und 20.10.2014)


18.10.14 Rechtsextreme hetzen gegen Flüchtlinge

Im Zuge von Unterbringungen Asylsuchender kommt es derzeit in verschiedenen Regionen Schleswig-Holsteins zu rassistischen und ausländerfeindlichen Aktionen Rechtsextremer. So wurden am Rande einer Einwohnerversammlung am 08.Oktober in Boostedt Flugblätter der NPD verteilt. In Wedel verteilten mutmasslich Privatpersonen ein Flugblatt, in dem Flüchtlinge als „Lampedusa-Neger“ beschimpft und dem Vorwurf ausgesetzt werden, für eine „Durchseuchung mit TBC, HIV und neuerdings Ebola“ verantwortlich zu sein. (Quellen: SHZ/Holsteiner Courier vom 18.10.2014; Pinneberger Tageblatt vom 15.10.2014)


16.10.14 Rechtsextreme Propaganda in Schwarzenbek

In der vergangenen Nacht haben Neonazis insbesondere in der Umgebung einer Moschee in Schwarzenbek eine Vielzahl von Aufklebern und Plakaten geklebt, sowie Parolen und rechtsextreme Symbole geschmiert. Zu lesen ist u.a. der Spruch „Nur Hitler“. (Quelle: RBTs Schleswig-Holstein)


01.10.14 Überfall auf Landesgeschäftsstelle der Sinti und Roma

Am Dienstag den 30.09. ist die Landesgeschäftsstelle des Verbandes Deutscher Sinti und Roma e.V. in Kiel angegriffen worden. Nach Angaben der Geschädigten drangen um 13.00 Uhr drei schwarz gekleidete und mit Knüppeln bewaffnete Männer in das Büro ein und zerschlugen Computer und andere Büroeinrichtung. Der anwesende Landesvorsitzende Matthäus Weiß blieb unverletzt. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt. (Quelle: RBT Kiel)


29.09.14 Rechtsextreme mobilisieren gegen Sexualstraftäter in Neumünster

Zum zweiten Mal hat sich am Wochenede eine Gruppe von mutmaßlichen Rechtsextremen um den Neumünsteraner Ratsherrn der NPD, Mark Michael Proch, vor der Wohnung eines verurteilten Sexualstraftäters in Neumünster versammelt. In mehreren Facebookgruppen versuchen Personen aus dem rechten Spektrum, sich als Vollstrecker des „Volkswillens“ zu inszenieren. Es kursieren auch Aufrufe zu Gewalt und Selbstjustiz. (Quelle: RBT Kiel)


26.09.14 Rechtsextreme Aktivitäten in Glinde

Seit 2012 existiert in Glinde ein Geschäft, das ausschließlich Kleidung der in der rechtsextremen Szene beliebten Marke „Thor Steinar“ vertreibt. Seit der Eröffnung des Ladens protestiert eine Bürgerinitiative u.a. mit regelmäßigen Mahnwachen gegen den Laden. Bereits vergangenen Monat wurden bei einem Geschäft des Sprechers der Bürgerinitiative die Schaufenster eingeworfen. Es Entstand ein Sachschaden von ca. 5.000 Euro. Wenig später legten Unbekannte Steine vor das Geschäft, offensichtlich als Drohung. Seit Wochen tauchen immer wieder Schmierereien wie „Nationaler Widerstand Glinde“ in der Stadt auf. (Quelle: Hamburger Abendblatt, RBTs Schleswig-Holstein)


25.09.14 Rendsburger Waldorfschule entläßt rechtsextremen Mitarbeiter

Die Freie Waldorfschule Rendburg hat seinen Geschäftsführer entlassen. Grund für die Maßnahme sind rechtsextreme Aktivitäten und Aussagen des Mannes: Er soll bei den zum Spektrum der „Reichsideologen“ gehörenden Gruppierungen „Neu-Deutschland“ und „Deutsches Polizei Hilfswerk“ aktiv sein und diesen sogar Räumlichkeiten an der Schule für Veranstaltungen überlassen haben. Sogenannte „Reichsideologen“ erkennen die Bundesrepublik nicht an und behaupten, das „Deutsche Reich“ würde weiterhin bestehen. Selbsternannte „Reichskanzler“, „Oberreichsanwälte“ etc. beschäftigen Behörden auch in Schleswig-Holstein immer wieder mit pseudooffiziellen Schreiben. In öffentlichen Stellungnahmen haben sich sowohl die Rendsburger Waldorfschule, als auch die Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Waldorfschulen von Rechtsextremismus distanziert. (Quelle: SHZ, Taz, RBT Kiel)


15.09.14 Neonazis plakatieren in Ratzeburg

Am vergangenen Wochenende haben Neonazis in Ratzeburg eine Vielzahl von rechtsextremen Aufklebern und Plakaten geklebt. Auf den Plakaten solidarisieren sich die Täter unter anderen mit dem inhaftierten Neonazi Horst Mahler und dem bekannten militanten Neonazi Sven Skoda. (Quelle: RBT Lübeck)


15.09.14 Neonazis provozieren Linke in Neumünster

Am vergangenen Sonntagnachmittag provozierten und beschimpften zwei mutmaßliche Neonazis Mitglieder der Partei Die Linke, die sich bei ihrem Parteibüro in Neumünster zu einem Grillfest versammelt hatten. Einer der beiden Männer zeigte hierbei den Hitlergruß. Die Polizei ermittelt wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. (Quelle: Holsteiner Courier/SHZ)


09.09.14 Mutmaßlicher Rellinger Brandstifter festgenommen

Wie das Pinneberger Tageblatt berichtet, haben Zivilfahnder der Polizei einen 26-jährigen Rellinger festgenommen, der versucht hatte mehrere Fahrzeuge anzuzünden. Die Polizei geht davon aus, dass es sich bei dem Brandstifter um den Täter handelt, der sich unter dem Pseudonym „Felix Steiner“ zu mehreren Brandstiftungen bekannt und mit Gewalt gegen Menschen gedroht hatte. Laut Angaben des Pinneberger Tageblattes soll es sich bei dem Brandstifter um den rechtsextremen Andre M. handeln, der im Jahr 2007 zusammen mit einem Komplizen einen Bombenanschlag auf das Rellinger Stadtfest geplant hatte. (Quelle: Pinneberger Tageblatt/SHZ)


09.09.14 "Reichideolog/-innen" verteilen Flugblätter in Flensburg

In Flensburg verteilten sogenannte Reichsideolog/-innen der Organisation "Deutscher Rechts- und Lebenschutzverband" Flugblätter. In diesem wurde zu einer Prozessbeobachtung am 9.09.2014 im Flensburger Amtsgericht aufgerufen, wobei unklar blieb, um was es gehen sollte. Sogenannte "Reichideolog/-innen" behaupten, die Bundesrepublik Deutschland sei illegal und würde nicht existieren. Stattdessen würde das "deutsche Reich" fortbestehen. (Quelle: RBT Flensburg)


05.09.14 Rechtsextreme plakatieren in Schwarzenbek

In Schwarzenbek wurden in der Nacht vom 4. auf den 5. September eine große Anzahl an Aufklebern und Plakaten mit rechtsextremem Inhalt verklebt. Dies ist bereits die zweite Klebeaktion in diesem Jahr. Die erste fand Mitte Mai in Schwarzenbek statt. Die Themen umfassten Islamfeindlichkeit, völkischen Antikapitalismus, die "Volkstod"-Kampagne sowie Sympathiebekundungen zur griechischen neonazistischen Partei Chrysi Avgi. Die Aufkleber und Plakate sind freien Gruppierungen und der Jugendorganisation der NPD zuzuordnen. (Quelle: RBT Lübeck)


05.09.14 Anfeindungen gegen Muslime in Mölln

In der Nacht zum 31.08. hat ein Unbekannter  in das Treppenhaus einer Möllner Moschee uriniert. Bereits vor zwei Wochen hatten mutmaßliche Rechtsextreme einen Beutel mit verwesendem Fleisch gegen die Tür der Moschee geschleudert. Mit einer Demonstration haben sich bis zu 400 Menschen, darunter Bürgermeister Jan Wiegels (SPD) nun mit der angegriffenen Gemeinde solidarisiert. (Quelle: RBTs Schleswig-Holstein)


02.09.14 Gerichtsverhandlung gegen rechtsextreme Rocker in Kiel

Vor dem Kieler Landgericht wird seit gestern ein gewalttätiger Übergriff verhandelt, der sich im Jahr 2009 in der bei Neonazis beliebten Gaststätte „Titanic“ in Neumünster ereignet hat. Angeklagt sind die langjährigen rechtsextremen Aktivisten Peter Borchert, Nils H. und Alexander H.. Den drei Männern, die sich 2009 der Rockerszene angeschlossen haben wird vorgeworfen, einen 45-jährigen Mann schwer verletzt zu haben, weil sie vermuteten er würde einer verfeindeten Gruppierung angehören. (Quelle: SHZ vom 02.September 2014)


27.08.14 Rechtsextremer Kandidat für Bürgermeisterwahl in Uetersen

Für die im September anstehende Oberbürgermeisterwahl in Uetersen tritt neben Kandidaten der CDU, der SPD und einem unabhängigen Kandidaten auch der ehemals für die NPD kandidierende Steffen Peter an. Peter, der 148 Unterstützer_innen vorweisen konnte und somit für die Wahl zugelassen wurde, wollte als Berufsbezeichnung „Oberreichsanwalt“ angeben, was der Wahlausschuss verhinderte. (Quelle: Hamburger Abendblatt vom 27.08.2014)


25.08.14 Rechtsextreme Propaganda in Büchen

In den vergangenen Wochen sind wiederholt rechtsextreme Aufkleber und Schmierereien in Büchen aufgetaucht. Gesprüht wurden unter anderem die Schriftzüge „Heimattreu“ und „NS-Zone“. (Quelle: RBT Lübeck)


20.08.14 Stimmungsmache gegen Asylbewerber/-innen in Rickling

Nachdem die Gemeindevetretung von Rickling eine kostenlose Ausgabe von Freibad-Saisonkarten für in der Gemeinde untergebrachte Asylbewerber/-innen beschlossen hatte, versucht die NPD nun, dies für Stimmungsmache zu nutzen. In Beiträgen im Internet bezeichnen die Rechtsextremen die Aktion als „abschreckendes Beispiel für [den] […] Ungeist antideutscher Unterwürfigkeit gegenüber allem Fremden“.  Am Samstag den 16.08. kam eine kleine Gruppe von Rechtsextremen zu einer Kundgebung in Rickling zusammen. Bürgermeister Christian Thoman (ABR) hat angekündigt, am Kurs der Willkommenskultur seiner Gemeinde festhalten zu wollen. (Quelle: RBT Kiel)


14.08.14 Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen Islamfeind aus Lübeck

Die Hamburger Staatsanwaltschaft hat Anklage wegen Volksverhetzung gegen einen Lübecker erhoben, der im Jahr 2013 eine islamfeindliche Kundgebung in Hamburg agemeldet hatte. Der Angeklagte, der als Führer der mittlerweile aufgelösten Lübecker „Sektion“ der islamfeindlichen Gruppierung „German Defense League“ gilt, hatte auf der von ihm verantworteten Webseite Beiträge geduldet, in denen unter anderem der Holocaust geleugnet und zu militanten Aktionen gegen Muslime aufgerufen worden war, so der Vorwurf. (Quelle: taz vom 14.08.2014)


10.08.14 Neue rechtsextreme „Bruderschaft“ in Schleswig-Holstein

Schon seit einigen Wochen tritt die rechtsextreme „Bruderschaft“ „Nordic 12“ im Internet auf. Unter anderen auf der Seite der Rechtsrock-Band „Legion Germania“ aus Bremen wurden immer wieder Fotos von Mitgliedern unter anderem auf Sylt veröffentlicht. Bei den Wikingertagen in Schleswig war am Wochenende eine Gruppe von ca. 15 Männern mit „Nordic 12“ Pullovern unterwegs. Seit vergangenem Jahr sind sogenannte „Bruderschaften“, die sich stilistisch an Rockern orientieren, eine neue Organisationsform von Neonazis aus Norddeutschland. Im Raum Schleswig ist auch die rechtsextreme „Bruderschaft“ „Brigade 8“aktiv. (Quelle: RBTs Schleswig-Holstein)


08.08.14 Von Neonazis organisiertes Grillfest in Neumünster

Wie das Bündnis gegen Rechts Neumünster (BgR) mitteilt, fand am Freitag den 08.August ein von Neonazis organisiertes Grillfest in einer Kleingartenkolonie in Neumünster statt. Dem BgR zufolge, reisten hierzu Rechtsextreme aus vielen Regionen Schleswig-Holsteins an. Am Folgetag richtete die als Treffpunkt der rechten Szene bekannte Neumünsteraner Kneipe „Titanic“ ein Fußballturnier in der Stadt aus. (Quelle: Runder Tisch Neumünster)


06.08.14 Brandstiftungen und Terrordrohungen in Rellingen (Kreis Pinneberg)

Unter dem Pseudonym „Felix Steiner“ hat sich ein unbekannter Täter zu einer Serie von Brandstiftungen an PKW in Rellingen bekannt. In zwei Bekennerschreiben im Internet gab „Steiner“ Täterwissen preis und schrieb, es handele sich um eine „Kriegserklärung“. Die „arrogante Gemeinde“ solle bluten, seine Gruppe werde „gnadenlos Feuer legen und Menschen auch angreifen“. Felix Steiner war ein in der rechtsextremen Szene als Held verehrter General der Waffen-SS. Dass der Täter dieses Pseudonym wählt, weckt Erinnerungen an eine Serie von Anschlägen und Drohungen in Rellingen in den Jahren 2006 und 2007. Damals konnte die Polizei zwei Täter überführen und festnehmen, die rechtsextrem eingestellt waren und unter anderem ein Bombenattentat auf ein stättisches Fest geplant hatten. (Quelle: SHZ vom 06.08.2014; RBT Itzehoe)


01.08.14 Rechtsextreme nutzen Nahostkonflikt für antisemitische Agitation

Seit Beginn der neuen militärischen Auseinandersetzungen in Israel nutzen verschiedene rechtsextreme Gruppierungen in ganz Deutschland die Eskalation für antisemitische Propaganda. In einigen Bundesländern beteiligten sich organisierte rechtsextreme Gruppen auch an antiisraelischen Demonstrationen. Auch Neonazis aus Schleswig-Holstein äußern sich in Internetbeiträgen antisemitisch. In einigen Regionen tauchten Aufkleber und Plakate der Szene zum Thema auf. (Quelle: RBTs Schleswig-Holstein)


21.07.14 PKW mit Hakenkreuzscratching und Tritten in Glücksburg beschädigt

Wie die Pressestelle der Polizeidirektion Flensburg mitteilt, wurde am Sonntag den 20.07. eine geparkter PKW in Glücksburg mit Tritten und eingekrazten Hakenkreuzen derart beschädigt, dass wirtschaftlicher Totalschaden entstand. Warum der oder die Täter/-innen die Sachbeschädigung begangen haben, ist derzeit noch unklar. (Quelle: Polizeipresse vom 21.07.2014)


17.07.14 Rechtsextremer Verein in Schleswig-Holstein gegründet (?)

Schon Anfang des Jahres hatte die taz von Bestrebungen schleswig-holsteinischer Rechtsextremer berichtet, einen Verein zu gründen. Nach dem Verbot der bundesweit aktiven „Hilfsgemeinschaft Nationaler Gefangener und deren Angehörige“ (HNG) im Jahre 2011 gab es keine Institution, die Rechtsextreme unterstützte, die von polizeilicher oder juristischer Repression betroffen waren. Diese Lücke möchte die „National Hilfe Schleswig-Holstein e.V.“ nun schließen, die im Internet um Mitglieder wirbt. Nach eigenen Angaben möchte die Vereinigung auch „Kameraden“ unterstützen, die aufgrund ihrer politischen Tätigkeit ihren Arbeitsplatz verlieren, oder von politischen Gegner/-innen angegriffen werden. (Quelle: RBTs Schleswig-Holstein)


13.07.14 Bundesweite ausländerfeindliche Kampagne auch in Schleswig-Holstein

Für Außenstehende kaum verständlich stellten Rechtsextreme in mehreren Bundesländern am Sonntag schwarze Holzkreuze auf. Im Internet hatte der rechtsextreme Rapper „Villain051“ aus Berlin dazu aufgerufen, mit dieser Aktion „deutschen Opfern von Ausländergewalt“ zu gedenken. In Schleswig-Holstein stellten Rechtsextreme vor allem im Lübecker Umland, aber auch im Kreis Herzogtum Lauenburg, in Neumünster und in Dithmarschen Kreuze neben Ortsschildern auf und veröffentlichten teilweise Fotos von Aktivist/-innen im Internet. (Quelle: RBTs Schleswig-Holstein)


12.07.14 Rechtsextremer „Liedermacherabend“ in Neumünster

Wie das Portal „Blick nach Rechts“ mitteilt, kamen am Samstag ca. 100 Rechtsextreme, vor allem aus Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, zu einem „Liedermacherabend“ in der als Neonazitreffpunkt bekannten Kneipe „Titanic“ in Neumünster zusammen. Unter ihnen sollen sich Anhänger der militanten Gruppen „Weisse Wölfe Terrorcrew“, „Sturmabteilung Faldera“ aus Neumünster, sowie der „Hammerskins“ befunden haben. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort und kontrollierte die meisten der Teilnehmer/-innen, wobei Tonträger und Waffen beschlagnahmt wurden. (Quelle: Blick nach Rechts vom 14.07.2014)


05.07.14 Wieder Anschlag auf Parteibüro der Linken in Neumünster

In der Nacht zu Samstag ist zum mittlerweile fünften Mal innerhalb der letzten zwei Jahre ein Anschlag auf das Parteibüro der Linken in Neumünster verübt worden. Mit einer Gehwegplatte wurde die Schaufensterscheibe eingeworfen. Der Kreisvorsitzende der Partei Jonny Griese berichtet von wiederholten Provokationen und Bedrohungen durch Neonazis auch in der letzten Zeit. Zuletzt hatte der als Neonazi bekannte Neumünsteraner Sven S. an Pfingsten dieses Jahres die Scheibe des Parteibüros eingeworfen. Auch hinter dem neuerlichen Anschlag vermuten die Betroffenen Rechtsextreme aus dem Umfeld der Kneipe „Titanic“, die sich in unmittelbarer Nähe befindet. (Quelle: taz)


11.06.14 Firma Hertling entläßt rechtsextreme Mitarbeiter

Wie NDR Info berichtet, hat die Halstenbecker Möbelspedition Hertling fünf Rechtsextreme entlassen, die zuvor bei ihr beschäftigt waren. Die Männer, die teilweise in der NPD aktiv sind, hatten unter anderem rassistische Parolen neben Firmenlogos im Internet gepostet. Dies war auf einer linken Webseite berichtet worden. Firmenchef Rolf-Oliver Hertling wehrt sich in Stellungnahmen gegen den Vorwurf, sein Unternehmen wäre rechtsextremismusfreundlich. Offenbar hatte ein Konkurrent versucht, Hertling bei Kunden zu diskreditieren. (Quelle: NDR Info vom 11.06.2014)


05.06.14 Rechtsextremer Mitarbeiter des Jobcenters in Neumünster?

Wie das Internetportal „Blick nach Rechts“ berichtet, soll das Jobcenter Neumünster einen bekannten Rechtsextremen beschäftigen. Dem Kampfsportler werden Kontakte in die Neonaziszene Neumünsters und Niedersachsens nachgesagt. Aufgrund des Zugangs zu sensiblen Personendaten gilt der Arbeitsbereich Jobcenter als sensibel. (Quelle: Blick nach Rechts vom 05.06.2014)


05.06.14 Razzia gegen Rechtsextreme auch in Schleswig-Holstein

Mit einer Razzia gegen 35 Beschuldigte in zwölf Bundesländern sind die Ermittlungsbehörden gegen mutmaßliche Unterstützer/-innen des verbotenen „Thiazi“-Forums vorgegangen. Bei der ehemals größten rechtsextremen Internetplattform im deutschsprachigen Raum waren bis zum Juni 2012 bis zu 30.000 Personen registriert und über 1.000.000 Beiträge abrufbar gewesen. In Schleswig-Holstein wurden unter anderem in Schenefeld, Kiel, Jübeck und im Kreis Segeberg Wohnungen durchsucht. (Quelle: SHZ vom 05.06.2014)


29.05.14 Rechtsextreme Ausschreitungen auf Sylt

Eine Gruppe alkoholisierter Rechtsextremer fiel an Himmelfahrt auf Sylt durch Pöbeleien und Sachbeschädigungen auf. Drei 20-33-jährige Männer wurden nach dem Skandieren rechtsextremer Parolen von Polizeibeamt/-innen verhaftet und anschließend von Beamt/-innen der Bundespolizei von der Insel gebracht. (Quelle: Polizeipresse vom 30.05.2014)


20.05.14 Weiterhin „Montagsmahnwachen für den Frieden“ in Schleswig-Holstein

In Husum, Rendsburg und Kiel finden wie auch in anderen Bundesländern weiterhin sogenannte „Montagsmahnwachen für den Frieden“ statt. In einigen Reden und Postings im Internet tauchen hierbei immer wieder verschwörungstheoretische, antisemitische und ausländerfeindliche Inhalte auf. Nachdem am 05.Mai bis zu 120 Personen an einer Kundgebung in Kiel teilgenommen hatten, sind die Teilnehmerzahlen seitdem rückläufig. (Quelle: RBTs Schleswig-Holstein)


09.05.14 Rechtsextreme Schmierereien nach Einbruch in Bredstedt

In der Nacht zu Mittwoch war bei einem Autoteilegeschäft in Bredstedt (Kreis Nordfriesland) eingebrochen und Farbsprühdosen entwendet worden. Im Anschluss waren an verschiedenen Stellen im Ort Schmierereien, unter anderem Hakenkreuze, angebracht worden. Mittlerweile hat die Polizei vier tatverdächtige junge Männer ermittelt. (Quelle: Polizeipresse vom 07.05. und vom 09.05.2014)


08.05.14 Rechtsextreme suchen Investor im Kreis Nordfriesland

Ein zu den rechtsextremen Lager der „Reichsbürger“ gehörender Mann aus Nordfriesland sucht per Kleinanzeigen nach einem Investor für ein offenbar renovierungsbedürftiges Anwesen im Kreis. Das Anwesen hatte einem zu der völkischen Gruppierung der „Ludendorffer“ gehörenden Verleger gehört, der im letzten Jahr verstorben war. Nach dem Willen des Suchenden soll in dem Anwesen eine „freie Tagungsstätte“ entstehen. (Quelle: Blick nach Rechts vom 08.05.2014)


07.05.14 Rechtsextreme hetzen gegen Bürgermeister von Ratzeburg

Mutmaßliche Rechtsextreme haben in Ratzeburg Flugblätter verteilt, in denen gegen Bürgermeister Voß gehetzt wird. In der Vergangenheit waren Voß, sowie andere Personen des öffentlichen Lebens die sich gegen Rechtsextremismus in Ratzeburg engagiert hatten, wiederholt von Neonazis angegriffen worden. In ersten Stellungnahmen haben sich der Bürgervorsteher Ratzeburgs Feußner (CDU) und Pröbstin Eiben mit Voß solidarisiert. (Quelle: LN-online vom 07.05.2014)


05.05.14 Europawahlkampf der NPD in Schleswig-Holstein auf Sparflamme

In mehreren Regionen Schleswig-Holsteins haben Aktivist/-innen damit begonnen, Plakate der NPD zur Europawahl aufzuhängen und Flugblätter zu verteilen. Es zeichnet sich jedoch ab, dass es der rechtsextremen Partei mangels personeller Ressourcen schwerfällt, einen breit angelegten Wahlkampf zu führen. (Quelle: RBTs Schleswig-Holstein)


01.05.14 Rechtsextreme aus Schleswig-Holstein demonstrieren am 01.Mai

Jedes Jahr demonstrieren in Deutschland auch Rechtsextreme am „Tag der Arbeit“, dem 01.Mai. In diesem Jahr sind keine Kundgebungen unter rechtsextremen Vorzeichen in Schleswwig-Holstein bekannt. Allerdings reisten Neonazis aus mehreren Regionen Schleswig-Holsteins nach Rostock, um dort an einem Aufzug der rechtsextremen Szene teilzunehmen. (Quelle: Blick nach Rechts, RBTs Schleswig-Holstein)


30.04.14 Nazischmierereien in Bornhöved

In der vergangenen Nacht haben Unbekannte in ganz Bornhöved an PKW, Hauswänden, Strohmkästen und auf Fahrbahnen Hakenkreuze gesprüht. Außerdem wurden die Schriftzüge „88“ und „ACAB“ hinterlassen. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt. (Quelle: Polizeimeldung vom 30.04.2014)


28.04.14 Erstmals sogenannte „Montagsmahnwache“ in Schleswig-Holstein

Seit Anfang des Jahres finden montags in vielen Städten in ganz Deutschland sogenannte „Friedensdemonstrationen“ statt. Die Veranstaltenden behaupten von sich, sie seien weder rechts noch links. Im Zuge vieler dieser Veranstaltungen wird immer aber wieder behauptet, eine jüdische Weltverschwörung sei Schuld an allen Kriegen der letzten hundert Jahre – an der Ukraine-Krise ebenso wie am 2.Weltkrieg. Auch wird behauptet, diese Verschwörung würde die Menschheit gezielt mittels Flugzeugabgasen beigemengter Stoffe vergiften. Heute kam erstmals eine kleine Gruppe von Demonstrierenden in Kiel zusammen. Für kommenden Montag rufen mehrere Gruppen für Kundgebungen unter verschwörungstheoretischen Vorzeichen in Kiel, Lübeck und Husum auf. (Quelle: RBTs Schleswig-Holstein)


05.04.14 Neonazis plakatieren in Pinneberg

In der Nacht zu Samstag befestigten Unbekannte an Laternenpfählen und Bushaltestellen in Pinnberg Plakate, die ein Bild des NS-Kriegsverbrechers Erich Priebke zeigen. Priebke, der für die Erschießung von italienischen Zivilisten im Jahr 1944 zu lebenslanger Haft verurteilt worden war, wird von deutschen Neonazis als Held verehrt. Er ist im vergangenen Jahr verstorben. (Quelle: Pinneberger Tageblatt vom 05.April 2014, RBTs Schleswig-Holstein)


04.04.14 „Club 88“ in Neumünster geschlossen

Nach 18 Jahren ist der von Neonazis betriebene „Club 88“ in Neumünster nun Geschichte. Nach Informationen des Holsteinischen Couriers hat die Stadt Neumünster das Gewerbe von Amts wegen abgemeldet. Schon vor einigen Wochen war der Schriftzug an der Fassade des Clubs übergestrichen worden. In den letzten Jahren hatte die Bedeutung des bundesweit bekannten Neonazitreffs stark abgenommen. Die rechtsextreme Szene verfügt allerdings über andere, weiterhin genutzte Treffpunkte in Neumünster. (Quelle: RBT Kiel)


02.04.14 Neonazis verteilen Flugblätter in Lübeck

Der in früheren Jahren regelmäßig stattfindende „Trauermarsch“ der rechtsextremen Szene zu den Jahrestagen der Bombardierung Lübecks fand auch in diesem Jahr nicht statt. Stattdessen verteilten mutmassliche Neonazis in mehreren Stadtteilen Flugblätter. Inhaltlich versuchen deutsche Neonazis durch eine Thematisierung alliierter Bombardierungen im 2.Weltkrieg, die Kriegsschuld Nazideutschlands zu leugnen und das „3.Reich“ als friedliebend darzustellen. (Quelle: RBTs Schleswig-Holstein)


01.04.14 NPD hetzt weiter gegen Asylsuchende

Trotz schwächelnder Strukturen und wenig Personal versucht die rechtsextreme NPD in Schleswig-Holstein auch weiterhin, Stimmung gegen Asylsuchende zu machen. In den letzten Tagen fanden Flugblattverteilungen und Infotische der Rechtsextremen in Neumünster und Kiel statt. (Quelle: RBT Kiel)


17.03.14 Möllner Neonazi zu 220 Tagessätzen verurteilt

Wegen rechtsextremer Schwierereien zum letztjährigen Jahrestag der tödlichen rassistischen Brandanschläge von Mölln wurde der angeklagte 26-Jährige mutmaßliche Neonazi zu einer Geldstrafe von 2.200 Euro verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der nicht vorbestrafte Mann in der gesamten Möllner Innenstadt Parolen gesprüht und damit erheblichen gesellschaftlichen Unfrieden gestiftet hat. (Quelle: Lübecker Nachrichten)


03.03.14 Neonazis plakatieren in Lauenburg

Unbekannte haben am Wochenende im Lauenburger Stadtgebiet Plakate in Gedenken an Horst Wessel plakatiert. Der SA-Führer Wessel war nach seinem Tod 1930 bereits von der NSDAP als Held verehrt worden. (Quelle: RBT Lübeck)


19.02.14 Gerichtsverhandlung gegen mutmaßlichen Neonazi in Ratzeburg

Vor dem Amtsgericht Ratzeburg musste sich ein 26-Jähriger mutmaßlicher Neonazi verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Möllner vor, zum 21.Jahrestag der rassistischen Brandanschläge von Mölln rechtsextreme Schmierereien in der Möllner Innenstadt angebracht zu haben. Bei einer Hausdurchsuchung waren bei ihm einschlägige Devotionalien wie Hakenkreuzfahnen, Aufkleber, rechtsextreme Kleidung und Waffen gefunden worden. Der Angeklagte erschien in Begleitung mehrerer Personen aus der rechtsextremen Szene Möllns. Einer der Männer versuchte nach der Verhandlung, Prozessteilnehmer zu fotografieren. Das Gericht setzte drei weitere Verhandlungstage an. (Quelle: RBTs Schleswig-Holstein)


17.02.14 NPD hetzt gegen Flüchtlinge in Neumünster

Seit mehreren Tagen verteilen Rechtsextreme im Umfeld einer Flüchtlingsunterkunft in Neumünster fremdenfeindliche Flugblätter. Auf Facebook posieren die NPD-Funktionäre Daniel Nordhorn und Mark Proch vor Briefkästen. Ob die Rechtsextremen in Neumünster an die aus ihrer Sicht durchaus erfolgreichen rassistischen Kampagen in anderen Budesländern anknüpfen können, ist glücklicherweise mehr als fraglich. (Quelle: RBT Kiel)


10.02.14 Geldstrafen für Lübecker Neonazis

Vor dem Amtsgericht Lübeck mussten sich heute drei Mitte dreißig-Jährige mutmaßliche Neonazis verantworten. Laut Zeug/innenaussagen hatten die drei Männer im Jahr 2012 zahlreiche Treffen und Feiern in ihrer Lübecker Wohnung organisiert, in deren Zuge die Nachbarschaft lautstark mit teilweise volksverhetzender Nazimusik beschallt wurde. Zudem sollen die Verurteilten Kampfübungen abgehalten haben. Bei Hausdurchsuchungen waren Waffen, teilweise verbotene Tonträger und rechtsextreme Devotionalien gefunden worden. Einer der Verurteilten trägt zudem eine Hakenkreuztätowierung. (Quelle: RBTs Schleswig-Holstein)


04.02.14 Haftstrafe für Neonazi und Rocker Alexander H.

Das Kieler Landgericht verurteilte den mehrfach vorbestraften mutmaßlichen Neonazi und Rocker Alexander H. in einem Berufungsverfahren zu einem Jahr Haft ohne Bewährung. Der 33-jährige, der seit Jahren als wichtiger Kader der Schleswig-Holsteinischen Neonaziszene gilt und heute einen Laden für Einbruchswerkzeug betreiben soll, hatte Aussagen der Landtagsabgeordneten Angelika Beer, sowie von Polizeibeamten, darunter ein Vernehmung, heimlich aufgenommen und ins Internet gestellt. In das Urteil flossen auch die Straftatbestände Körperverletzung, Beleidigung und Verwenden von Kennzeichen verfassungsfeindlicher Organisationen ein. (Quelle: RBTs Schleswig-Holstein)


01.02.14 NPD-Infotisch in Bad Bramstedt

Eine handvoll Mitglieder des NPD-Kreisverbandes Segeberg-Neumünster führte am Samstag den 01.02. einen Infotisch in Bad Bramstedt durch. Die Infostände der rechtsextremen Aktivisten, die regelmäßig von dem Fuktionät Daniel Nordhorn angemeldet werden, können kaum darüber hinwegtäuschen, dass sich die Partei in Schleswig-Holstein in einer tiefen Krise befindet. (Quelle: RBTs Schleswig-Hostein)


01.02.14 Rechtsextreme planen Verein in Schleswig-Holstein

Wie die Taz berichtet, planen Rechtsextreme in Schleswig-Holstein, darunter auch Funktionäre der NPD, einen Verein zu gründen. Ziel der „Braunen Hilfe Schleswig-Holstein in Gründung“ soll die Unterstützung von Gesinnungsgenoss/-innen sein, die Konflikte mit Gegner/-innen oder staatlichen Behörden haben. 2011 war die bundesweit aktive „Hilfsgemeinschaft Nationaler Gefangener und deren Angehörige“ (HNG) verboten worden, die unter anderen inhaftierte Rechtsterroristen und Holocaustleugner unterstützt hatte. Ob der neue Verein an die Arbeit der HNG anknüpfen wird ist derzeit nicht bekannt. (Quelle: Taz)


16.01.14 NPD-Funktionär wegen Beleidigung verurteilt

Der Vorsitzende des NPD-Kreisverbandes Neumünster-Segeberg und Beisitzer im schleswig-holsteinischen NPD-Landesvorstand Daniel Nordhorn wurde vom Amtsgericht Neumünster zu einer Geldstrafe von 1.800,- Euro verurteilt. Nordhorn hatte am Rande eines Infotisches seiner Partei im Oktober 2012 einen Gegendemonstranten beleidigt. Nordhorn gilt als Bindeglied zwischen parteiunabhängigen Neonazis und der NPD in Schleswig-Holstein. Er tritt häufig als Anmelder und Leiter von Kundgebungen und Infotischen auf. (Quelle: Blick nach Rechts, RBT Kiel)


08.01.14 Neue Neonazigruppe in Nordfriesland?

Auf der Webseite der rechtsextremen „Aktionsgruppe Nordheide“ aus dem niedersächsischen Buchholz wird eine Zusammenarbeit mit einer Gruppe namens „Freie Aktivisten Nordfriesland“ angekündigt, deren neue Webseite online ist. In Nordfriesland existiert seit Jahren eine Neonaziszene. Im Jahr 2011 schafften AktivistInnen der Gruppe „Freier Widerstand Südschleswig“ es mit gewalttätigen Aktionen gegen einen jugendlichen Sexualstraftäter in Leck bundesweit in die Medien. Nachdem der damalige Schleswig-Holsteinische Ministerpräsident Carstensen die Gruppe wegen Volksverhetzung angezeigt hatte, löste sie sich formal auf. Neonazis aus Nordfriesland waren seitdem ohne Gruppennamen aktiv gewesen. (Quelle: RBTs Schleswig-Holstein)


06.01.14 Rechtsextreme aus Schleswig-Holstein blicken zurück auf ein für sie frustrierendes Jahr

In zwei Presseerklärungen lobt die Schleswig-Holsteinische NPD zwar ein solides „Fundament“ zwischen „Freien Kräften“ (also Neonazis) und Parteianhängern, beklagt aber die Abkehr mehrerer vormaliger Funktionäre von der Partei. Auch die erlittenen Wahlschlappen lassen die rechtsextreme Partei ein negatives Fazit des Jahres 2013 ziehen. Ebenso wie die Funktionäre der NPD beklagen auch Neonazis aus Pinneberg Aktivitäten ihrer GegnerInnen im Jahr 2013. Diese, sowie „NSU-Hetze und Verbotsgeschrei“ (stellvertretender Landesvorsitzender der NPD Jörn Lemke) hätten den Rechtsextremen im Jahr 2013 das Leben schwer gemacht. (RBT Kiel)