Rechtsextreme und rassistische Vorkommnisse in Schleswig-Holstein 2012

 

Dezember 2012 Aktivitäten des NSU in Schleswig-Holstein?

Angaben des NDR zufolge sollen sich die Terroristen des „Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU)“ nicht nur in Schleswig-Holstein aufgehalten, sondern unter anderem in Lübeck und Kiel mögliche Anschlagsziele ausgespäht haben. Weitere Medien berichten von mutmaßlichen Kontakten des Trios zu Neonazis aus Schleswig-Holstestein. (Quelle: NDR, Taz, SHZ, Lübecker Nachrichten)


23.12. Rechtes Hooligan-Konzert in Elmshorn

Vor ca. 150 Gästen spielte die Bremer Hooligan Band „Kategorie C./Hungrige Wölfe“ in Elmshorn. Mehrere Bandmitglieder sind als aktive Rechtsextreme bekannt, der Band selber werden chauvinistische und gewaltverherrlichende Texte vorgeworfen. Die Neonazi-Gruppe „Jugend für Pinneberg“ schreibt auf ihrer Internetseite, es wäre ein „toller Abend“ gewesen. (Quelle: BeraNet) 


28.11.Gerichtsurteil gegen Rechtsextremen in Niebüll

Das Amtsgericht Niebüll verurteilte heute den 41-jährigen Mirko N. zu neun Monaten und zwei Wochen Bewährungsstrafe bei einer Auflage von 1.000 Euro Geldzahlung. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass N. bei einer eskalierten Demonstration gegen einen jugendlichen Sexualstraftäter in Leck im März versucht hatte, einem Polizeibeamten dessen Dienstwaffe zu entreißen. Zur Verhandlung erschien das ehemalige Landesvorstandsmitglied der DVU bekleidet mit einem rechtsextremen Sweatshirt. (Quelle: Blick nach Rechts, Taz)


18.11. Rechtsextreme Versammlung in Aumühle von der Polizei aufgelöst

Laut Internetberichten Schleswig-Holsteinischer Neonazis fanden am Volkstrauertag landesweit mehrere Versammlungen von Rechtsextremen an Kriegsgräbern und Gedenkstätten statt. In Aumühle löste die Polizei eine Versammlung von 20-25 Personen auf, die sich am Grab des Hitler-Nachfolgers Karl Dönitz versammelt hatten. Unter den Rechtsextremen befanden sich auch Mitglieder der NPD. (Quelle: Lübecker Nachrichten, BeraNet)


14.11. Haftstrafe für Neonazi aus Neumünster

Vom Amtsgericht Neumünster wurde der Neonazi und Rocker Alexander H. zu einer Freiheitsstrafe von 13 Monaten ohne Bewährung verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der einschlägig vorbestrafte H. auf seiner Facebook-Seite verfassungsfeindliche Symbole zur Schau gestellt, sowie heimlich aufgenommene Gespräche mit Polizeibeamten und der Landtagsabgeordneten Angelika Beer (Piraten) ins Internet gestellt hat. (Quelle: Neues Deutschland, Blick nachRechts)


09.11. Thor Steinar-Laden in Glinde darf bleiben

Der Laden „Tonsberg“, welcher die unter Rechtsextremen beliebte Modemarke Thor Steinar vertreibt muss nicht schließen. Vor dem Landgericht Lübeck wurde eine Räumungsklage der wegen arglistiger Täuschung abgewiesen. Geklagt hatte die Vermieterin, welche nach eigener Aussage nicht über den Vertrieb der Kleidung informiert werden sei. Seit Eröffnung des Ladens im September 2011 protestiert eine Bürgerinitiative regelmäßig mit Mahnwachen gegen Tonsberg. (Quelle: BeraNet, taz)


01.11. Rechtsextreme Schmierereien in Mölln

In Mölln ist es im Vorfeld des 20. Jahrestages der Brandanschläge auf von türkischen Familien bewohnte Häuser zu rechtsextremen Schmierereien gekommen.
Am 23.11.1992 wurden durch zwei rassistisch motivierte Anschläge mehrere Menschen getötet. Seitdem gibt es jedes Jahr Gedenkveranstaltungen an den Jahrestagen in der Stadt, in jedem Jahr kommt es auch zu Reaktionen aus der lokalen rechtsextremen Szene. (Quelle: BeraNet)


25.10. Hauptverhandlung gegen mutmaßlichen Neonazi in Niebüll

Vor dem Amtsgericht Niebüll hat der Prozess gegen einen 41-Jährigen mutmaßlichen Neonazi begonnen. Dem Angeklagten wird vorgeworfen, am Rande einer eskalierten rechtsextremen Demonstration im nordfriesischen Leck im März versucht zu haben einem Polizeibeamten dessen Dienstwaffe zu entreißen. Es soll zu einem Handgemenge gekommen sein. (Quelle: BeraNet)


10.10. Anklage wegen Hassvideos

Die Staatsanwaltschaft Lübeck hat Anklage gegen einen 49Jährigen mutmaßlichen Rechtsextremen aus Grinau (Kreis Herzogtum Lauenburg) erhoben. Dem Mann wird vorgeworfen, mehr als 600 rassistische Videos gedreht und ins Internet gestellt zu haben. (Quelle: BeraNet)


08.10. NPD-Infostand in Boostedt

Fünf Mitglieder der NPD führten einen angemeldeten Infostand in Boostedt durch. Etwa 30 Menschen versammelten sich spontan zu einer Gegenkundgebung (Quelle: BeraNet)


08.09. Rechtsextreme demonstrieren in Neumünster und Schleswig

In Schleswig demonstrierten ca. 20 Neonazis gegen einen in einer Einrichtung lebenden Sexualstraftäter und riefen zur Selbstjustiz auf. Ca. 60 Menschen demonstrierten gegen Rechtsextremismus.
Gleichzeitig gelang es bekannten Rechtsextremen, sich in Neumünster an einer größeren Demonstration gegen einen in der Stadt lebenden Sexualstraftäter zu beteiligen.
Auch der Anmelder und Hauptredner der Demonstration vertrat im Internet rechtsextreme Positionen. (Quelle: BerNet)


25.08. NPD-Infotisch in Kaltenkirchen

In Kaltenkirchen fand ein Infotisch der NPD statt, welcher sich gegen den Euro und die EU richtete. Mehrere Dutzend NPD-Gegner demonstrierten gegen die Aktion.
(Quelle: BeraNet)


21.08. Prozessbeginn gegen Neonazi in Neumünster

Vor dem Amtsgericht Neumünster hat ein Gerichtsprozess gegen den bekannten Neonazi und Rocker Alexander H. begonnen. Dem im Umfeld des „Club 88“ aktiven H. wird vorgeworfen, illegal Tondateien eines Gespräches mit der Piraten-Politikerin Angelika Beer ins Internet gestellt zu haben. Es sind vier weitere Verhandlungstage angesetzt. (Quelle: taz)


10.08. Prozess um „Thor Steinar“-Laden in Glinde

Weiterhin wird im schleswig-holsteinischen Glinde die in extrem rechten Kreisen beliebte Modemarke „Thor Steinar“ verkauft; weiterhin wird dies von Protesten begleitet.
Vor dem Landgericht Lübeck begann nun ein Gerichtsprozess um den im Sommer 2011 abgeschlossenen Mietvertrag: Geklagt hat der Vermieter, der sich von den Betreibern des Ladens arglistig getäuscht sieht; beim Abschluss des Vertrages sei ihm gezielt verheimlicht worden, was im Laden tatsächlich verkauft werden solle. (Quelle: BeraNet)


01.08. Prozess wegen Hitlergruß in Eutin

Vor dem Amtsgericht Eutin wurde eine Strafsache verhandelt, in der es um das Zeigen eines Hitlergrußes ging. Der 36-jährige Angeklagte hatte sich im Februar am Eutiner Bahnhof eine Auseinandersetzung mit Jugendlichen geliefert und beim Eintreffen von Polizeibeamten den rechten Arm gehoben und „Sieg Heil!“ gerufen. Er wurde zur Ableistung von Arbeitsstunden verurteilt. (Quelle: shz)


24.07. Hakenkreuzschmiererei in Lübeck

In der Nacht zu Dienstag nahm die Polizei drei junge Männer in Lübeck fest, welche zuvor ein Hakenkreuz und den Schriftzug „PUNK“ an der Travemünder Promenade gesprüht hatten. (Quelle: Polizeipresse)


16.07. NPD-Kundgebungen in Neumünster und Kiel

In Neumünster und Kiel fanden jeweils kleine Kundgebungen der NPD statt. Diese waren Teil einer „Sommertour“ Berliner Rechtsextremer gegen die EU und den Euro. Lediglich einzelne lokale Rechtsextreme nahmen an den Veranstaltungen teil, mehrere hundert Menschen demonstrierten am Rande der Kundgebungen gegen Rechtsextremismus. (Quelle: BeraNet)


26.06. NPD-Infostand in Neumünster

Vor dem Neumünsteraner Rathaus führten mehrere Anhänger der rechtsextremen NPD einen Infotisch durch. Die nicht öffentlich angekündigte Aktion richtete sich gegen den Euro und die EU. Spontan führten 15-20 Gegner der Neonazis eine Gegenkundgebung durch. (Quelle: SHZ)


26.06. Rechtsextreme Schmierereien auf Friedhof in Bad Oldesloe

Wie das Stormarner Tageblatt mitteilte, schmierten Unbekannte Hakenkreuze auf Bäume und Grabsteine des Oldesloer Friedhofes. Der Staatsschutz ermittelt. In der Vergangenheit waren mehrfach Rechtsextreme auf dem Friedhof aktiv, um in den beiden Weltkriegen gefallene deutsche Soldaten als „Helden“ zu verehren. (Quelle: SHZ, BeraNet)


23.06. „Sonnenwendfeier“ mit Teilnahme prominenter Rechtsextremer in Martensrade

Nach Angaben des NDR und der Taz nahmen ca. 50 Personen an einer neoheidnischen „Sonnenwendfeier“ auf dem Privatgrundstück des rechtsextremen Verlegers Dietmar Munier in Martensrade (Kreis Plön) teil. Auch die historischen Nationalsozialisten führten ähnliche Veranstaltungen als vermeintliche „Brauchtumspflege“ durch. Munier ist einer der bedeutendsten Verleger rechtsextremer Literatur im deutschsprachigen Raum.Wie der NDR mitteilte, nahm auch der bekannte Holocaustleugner Ernst Zündel an der Veranstaltung teil. (Quelle: NDR, Taz)


02.06. Neonazi-Demonstration in Hamburg mit Beteiligung aus Schleswig-Holstein

Mit ca. 600 Teilnehmern fiel die Beteiligung an der neonazistischen „Kampagnendemonstration“ zum „Tag der deutschen Zukunft“ in Hamburg niedriger aus als von den Veranstaltern erhofft. Tausende von Nazigegnern beteiligten sich an Gegendemonstrationen. Nachdem die meisten aktiven rechtsextremen „Aktionsgruppen“ aus Schleswig-Holstein am 1.Mai nicht mit der NPD durch Neumünster marschieren wollten, liefen zu diesem Anlass wieder viele militante Neonazis aus dem nördlichsten Bundesland neben NPD Funktionären durch Hamburg. (Quelle: BeraNet)


25.05. Razzia gegen Kieler Ratsherrn der NPD

Im Zusammenhang der polizeilichen Aktionen gegen Rockergruppierungen wurde auch die Privatwohnung des Kieler Ratsherrn der NPD, Herman Gutsche, von einer Spezialeinheit durchsucht. Der Rechtsextreme steht im Verdacht, Waffen von den Rockern gekauft zu haben. An den folgenden Tagen verteilte Gutsche in seiner Nachbarschaft Flugblätter, in denen er von einer „staatlichen Rufmordkampagne“ gegen einen „Nationallisten“ schreibt. (Quelle: KN, SHZ, BeraNet)


17.05. Schlägerei vor Treffpunkt der rechtsextremen Szene in Neumünster

Vor der als Treffpunkt der rechtsextremen Szene bekannten Gaststätte „Titanic“ in Neumünster kam es zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung mit drei wahrscheinlich durch Pfefferspray Verletzten. Die Polizei ermittelt wegen Körperverletzung und Bedrohung. (Quelle: BeraNet)


15.05. Neonazi-Schmierereien in Flensburg

Der 150 Jahre alte so genannte „Löwe von Idstedt“ wurde in Flensburg mit mehreren Hakenkreuzen beschmiert. Die erst kürzlich wieder in Flensburg aufgestellte Bronzeplastik, bzw. deren Sockel, ließ sich zunächst
nicht reinigen. Der Staatsschutz ermittelt. (Quelle: NDR)


11.05. Anschlag auf Moschee in Ahrensburg

In der Nacht zu Freitag schlugen Unbekannte Fensterscheiben der Ulu Camii-Moschee in Ahrensburg ein. Der oder die Täter ritzten zudem Hakenkreuze in die Klinkerfassade. (Quelle: BeraNet)
05.05. Rechtsextreme Demonstration in Neumünster fand nicht statt

Nach der ausgefallenen Demonstration am 1.Mai hatte die rechtsextreme NPD für den heutigen Samstag eine neuerliche Demonstration in Neumünster angemeldet. Kurzfristig hatte NPD-Landesvorsitzender Jens Lütke die Versammlung wieder abgesagt. Nur wenige Rechtsextreme fanden daher den Weg nach Neumünster, vereinzelt kam es zu Auseinandersetzungen mit Gegendemonstranten.

Bis zu 900 Menschen beteiligten sich an Demonstrationen gegen Rechtsextremismus, die Polizei war mit starken Kräften vor Ort. (Quelle:Polizeipresse, BeraNet)


05.05. Gewalttätiger “Wahlkampf” durch Rechtsextreme in Stormarn

In der letzten Woche des Wahlkampfes waren gewalttätige Neonazis in Reinfeld und benachbarten Orten unterwegs. Wahlplakate demokratischer Parteien wurden beschädigt und Vertreter der Partei DIE LINKE beleidigt, bedroht und angegriffen. Teilweise waren die Neonazis dabei in Autos mit unkenntlichen Nummernschildern unterwegs. (Quelle: BeraNet)


01.05. Rechtsextreme Demonstrationen in Kaltenkirchen und Neumünster

Zu der als „Höhepunkt des Wahlkampfes“ der NPD geplanten Demonstration in Neumünster reisten bis zu 160 Rechtsextreme an. Eine große Gruppe von Rechtsextremen führte eine unangemeldete Spontandemonstration auf dem Weg zum Versammlungsort durch. Weil die Teilnehmer sich weigerten den Anweisungen der Polizei Folge zu leisten, wurden 105 Rechtsextreme in Polizeigewahrsam genommen. 30 schon am angemeldeten Ort versammelte Rechtsextreme sagten die Demonstration anschließend ab. An Demonstrationen gegen Rechtsextremismus in Neumünster beteiligten sich bis zu 3.000 Menschen. Zuvor waren knapp 40 Rechtsextreme unangemeldet durch Kaltenkirchen marschiert. (Quelle: BeraNet)


16.04. Neonazi-Propaganda und Sachbeschädigungen gegen Grüne in Bargteheide

In der Nacht zu Montag beklebten Unbekannte das Büro der Bargteheider Grünen und Wahlplakate der Partei in der Stadt mit einer Vielzahl rechtsextremer Aufkleber. Die Bargteheider Vorsitzende der Grünen Ruth Kastner vermutet einen Zusammenhang mit einer für Freitag geplanten Veranstaltung der Partei gegen Rassismus und Rechtsextremismus. (Quelle: BeraNet)


06.04. Rechtsextreme Schmierereien in Heide

Am vergangenen Montag wurde in Heide unter anderem das Rathaus und die St.-Jürgen-Kirche mit Hakenkreuzen und rechtsextremen Parolen beschmiert. Die Polizei konnte zwei 18- und 25jährige Tatverdächtige aus Heide ermitteln. (Quelle: Boyens Zeitungen)


06.04. Überregionales Neonazitreffen im „Club 88“ in Neumünster

Für Karfreitag war im Internet zu einem „Liederabend“ in den Neumünsteraner Neonazitreff „Club 88“ eingeladen worden. Laut „Blick nach Rechts“ verbarg sich hinter der Veranstaltung jedoch eine Solidaritätsveranstaltung für gewalttätige „Kameraden“: Am 1.Mail 2011 hatten Rechtsextreme eine Gewerkschaftsdemonstration in Husum überfallen und mehrere Teilnehmer verletzt. Die Staatsanwaltschaft Flensburg ermittelt gegen 45 Beteiligte, acht Strafbefehle wurden bereits zugstellt. Für diese sollte im „Club 88“ mit einer Auktion Geld gesammelt werden. Auch aus der Schweiz, aus Bayern und Mecklenburg-Vorpommern reisten Rechtsextreme an. (Quelle: Blick nach Rechts“)


05.04. Brandanschläge auf Döner-Imbiss in Meldorf

In den Nächten zu Dienstag und zu Donnerstag versuchten
Unbekannte an der Tür eines Meldorfer Döner-Imbisses Feuer zu legen. Beim jüngsten Anschlag wurden Strohballen als Brandbeschleuniger benutzt. Die Eingangstür wurde stark beschädigt, Nachbarn verhinderten Schlimmeres. Ein möglicher rechtsextremer Hintergrund der Taten konnte bisher nicht bestätigt werden. (Quelle: BeraNet)


31.03. Rechtsextreme Kundebungen in Lübeck und Plön

Mit 120 Teilnehmern fiel der jährlich stattfindende geschichtsrevisionistische „Trauermarsch“ der rechtsextremen Szene in Lübeck deutlich kleiner aus als in den vorangegangenen Jahren. Kleinere Gruppen von Neonazis reisten aus Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Niedersachsen an, der Großteil der Teilnehmer kam aber aus Schleswig-Holstein. Im Anschluss an ihren stark verkürzten Aufzug in Lübeck reisten ca. 25 Rechtsextreme nach Plön um eine weitere Kundgebung abzuhalten. Insgesamt beteiligten sich fast 3.000 Menschen an Protesten gegen Rechtsextremismus, die Polizei schirmte die Demonstrationen mit einem Großaufgebot ab.
Aus einer Wohnung an der Route der Rechtsextremen Demonstration in Lübeck wurde der Hitlergruß gezeigt, der Lautsprecherwagen der NPD war in einen Unfall mit einem Polizeifahrzeug verwickelt. Insgesamt blieb die Situation aber übersichtlich.
In der vorangegangenen Nacht waren Reifen eines Werbewagens der SPD vermutlich von Rechtsextremen zerstochen worden. (Quelle: BeraNet)


19.03. NPD plant den Einsatz von Lautsprecherwagen

Die rechtsextreme NPD plant für den Wahlkampf zur Landtagswahl am 06.Mai den Einsatz von Lautsprecherwagen, ein entsprechender Antrag wurde bei der zuständigen Behörde eingereicht. Der vom Verfassungsschutz dem neonazistischen Flügel der Partei zugerechnete, einschlägig vorbestrafte Landesvorsitzende Jens Lütke möchte so ein breites Publikum erreichen. Höhepunkt des NPD-Wahlkampfes soll nach eigenen Angaben der am 1.Mai geplante Aufmarsch in Neumünster sein. (Quelle: BeraNet)


17.03. Weiter Verkauf von rechtsextremer Mode in Glinde

Zum widerholten Mal haben hunderte Glinder gegen den Laden Tonsberg in der Stadt demonstriert. In dem Laden wird Kleidung der bei Rechtsextremen beliebten Marke Thor Steinar verkauft. Seit vielen Monaten protestieren Mitglieder einer Bürgerinitiative gegen Rechts jeden Abend mit einer Mahnwache gegen den Laden. Immer wieder kommt es durch Kunden des Ladens zu Bedrohungen, Beschimpfungen und auch Angriffen auf die Gegendemonstranten. Ein Kunde des Ladens muss sich im April wegen des Zeigens eines Hitlergrußes vor Gericht verantworten. Eine Räumungsklage gegen den Betreiber des Ladens wegen Vortäuschens falscher Tatsachen ist durch den Besitzer der Immobilie eingereicht worden. (Quelle: BeraNet)


07.03. NPD-Stand in Kiel-Wellingdorf

Fünf Rechtsextreme, darunter der Kieler Ratsherr der NPD Hermann Gutsche, führten einen Infostand im Kieler Stadtteil Wellingdorf durch. Der Wahlkampfstand wurde – wie auch die letzten Stände in Schleswig-Holstein – von Passanten kaum beachtet. (Quelle: BeraNet)


03.03. Rechtsextreme Ausschreitungen in Leck (Nordfriesland)

Im nordfriesischen Leck eskalierte eine Demonstration von 40-50
Teilnehmern gegen einen jugendlichen Sexualstraftäter: Unter maßgeblicher Beteiligung von zumindest teilweise angereisten Neonazis und Funktionären der NPD versuchte ein aufgeheizter Mob von Demonstranten die Wohnung des 18jährigen zu stürmen und lieferte sich Auseinandersetzungen mit der Polizei. Mehrere Menschen wurden festgenommen, sowie insgesamt 40 Platzverweise ausgesprochen. Im Vorfeld der Demonstration hatten Aktivisten der NPD Flugblätter verteilt und über soziale Netzwerke mobilisiert. Auf der Demo selber wurden mehrere rechtsextreme Redebeiträge gehalten. Nach typisch rechtsextremer Strategie wurden hierin Ängste von Anwohnern mit Forderungen nach Einführung der Todesstrafe verquickt, sowie die Forderung nach einer „Systemalternative“ erhoben. (Quelle: BeraNet)


03.03. NPD-Stand in Henstedt-Ulzburg

In Henstedt-Ulzburg fand ein rechtsextremer Infostand statt.
Die 5 Teilnehmer betrieben vor allem Wahlkampf für die NPD und bewarben die Ende März in Lübeck geplante rechtsextreme Demonstration. (Quelle: BeraNet)


02.03. Erneute Hausdurchsuchungen gegen Rechtsextreme in Ratzeburg

Nach den rechtsextremen Schmierereien und Morddrohungen im Januar in Ratzeburg konnte die Polizei nun nach eigenen Angaben zwei Tatverdächtige Ratzeburger ermitteln.
Bei Hausdurchsuchungen gegen die beiden 21- und 24-jährigen Männer wurden selbstgefertigte Sprühschablonen, sowie diverse rechtsextreme Flyer und Aufkleber sichergestellt. Zeugenaussagen hatten die Beamten auf die richtige Fährte geführt. (Quelle: Lübecker Nachrichten)


1. 3. Gerichtsverhandlung wegen Volksverhetzung in Lübeck

Vor dem Amtsgericht Lübeck mussten sich zwei Heranwachsende wegen Volksverhetzung und Verwenden verfassungsfeindlicher Symbole verantworten. Die beiden vorbestraften jungen Männer waren vergangenen Sommer alkoholisiert und rechtsextreme Parolen grölend durch Lübecker Straßen gezogen und hatten den Hitlergruß gezeigt. Das Duo räumte die Tat ein, das Gericht verurteilte die beiden zu je 50 Stunden gemeinnütziger Arbeit sowie zu Beratungsgesprächen bei Suchtberatung und Jobcenter. (Quelle: BeraNet)


18.02. Bundesweite Neonazikampagne sichtbar in Stormarn

Unbekannte haben in mehreren Ortschaften im Norden des Kreises Stormarn rechtsextreme Flugblätter verteilt und in Briefkästen gesteckt. Die Flugblätter gehören zu einer von süddeutschen und schleswig-holsteinischen Neonazis getragenen Kampagne, die die Verbrechen der Zwickauer Terrorzelle leugnet und eine „Rückführung aller in Deutschland lebenden Ausländer“ fordert. Im Süden Deutschland tauchten die gleichen Flugblätter auf. 
In einigen Orten im Norden Stormarns tauchen derzeit wieder verstärkt rechtsextreme Aufkleber im Straßenbild auf. (Quelle:BeraNet)


13.02. Rechtsextreme Schmierereien in Lübeck

In der Nacht zum 13.02. wurden in Lübeck-Eichholz und überdie Landesgrenze bis nach Mecklenburg-Vorpommern diverse rechtsextreme Parolen und Symbole gesprüht. Die Täter konnten bisher nicht ermittelt werden. (Quellen: Polizeipresse, Lübecker Nachrichten)


04.02. Wahlkampf der NPD in Neumünster und Kiel

Aktivisten der NPD verteilten am 04.02. Flugblätter in Neumünster. Gleichzeitig führten Mitglieder der NPD und der Neonazigruppe „Freie Nationalisten Kiel“ nach eigenen Angaben Infotische in den Kieler Stadtteilen Friedrichsort und Holtenau durch. Im Großen und Ganzen läuft der Wahlkampf der rechtsextremen Partei in Schleswig-Holstein eher schleppend an. (Quelle: Beranet)


02.02. NSU auf Facebook

Über Facebook bot ein Schleswiger Neonazi T-Shirts mit der Aufschrift „NSU Schleswig-Holstein“ an. Auf der Rückseite der T-Shirts ist das Bild eines Maskierten mit Maschinengewehr und die Aufschrift „Terrortour Deutschland“ zu sehen. Die rechtsextreme Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ ermordete zwischen 2000 und 2007 bundesweit zehn Menschen und ist für eine Vielzahl von Banküberfällen verantwortlich. Die Facebook-Seite ist mittlerweile gesperrt. (Quelle:Taz, SHZ, Beranet)


30.01. Anschlag auf Linken-Büro in Neumünster

In der Nacht zum 30.01. warfen Unbekannte die Scheiben des Linken-Büros in Neumünster ein. Kreissprecher Jonny Griese vermutet die Täter in der Neonaziszene und stellt einen Zusammenhang zu der für den 1.Mai angemeldeten Demonstration der NPD in der Stadt her. Zuletzt waren die Scheiben des Büros im April 2011 eingeworfen wurden – Im Vorfeld einer rechtsextremen Demonstration in Neumünster. Griese erhält seit längerem Drohanrufe von mutmaßlichen Neonazis. (Quelle: BeraNet)


28.01. NPD-Stand in Bad Bramstedt

Drei Mitglieder der NPD führten am Samstag einen „Büchertisch“ auf dem Bad Bramstedter Wochenmarkt durch. Mit der als politische Kundgebung angemeldeten Aktion wollte die rechtsextreme Partei offenbar gegen den Euro Stimmung machen. Der Büchertisch verlief ohne Zwischenfälle. (Quelle: Kieler Nachrichten)


27.01. Neonazis beschädigen Gedenktafel in Neumünster

Im Neumünsteraner Rathaushof wurde eine Gedenktafel für die Opfer des nationalsozialistischen Terrors aufgestellt. Am Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz wurde diese unter anderem durch Bürgermeister Tauras eingeweiht. In der vorangegangenen Nacht hatten Unbekannte ein ca. 50 x 50 cm großes Hakenkreuz in die Tafel geritzt. (Quelle: BeraNet)


24.01. Rechtsextreme Schmierereien in Satrup (Kreis Schleswig-Flensburg)

Zwischen 20.01. und 24.01. kam es in Satrup zu diversen rechtsextremen Schmierereien. Durch mehrere Zeugenaussagen konnte die Polizei einen 17jährigen Tatverdächtigen aus Satrup ermitteln. (Quelle: Polizeipresse)

22.01. NPD-Stand in Kiel

In Kiel-Dietrichsdorf fand heute ein Infotisch der NPD statt. Zurzeit wird bei vielen Aktionen der NPD in Schleswig-Holstein die nahe Zusammenarbeit von NPD und bekennenden Neonazis deutlich. Die heutige Aktion der NPD wurde nach eigenen Angaben von den „Freien Nationalisten Kiel“ unterstützt. Die Gruppe war von ehemaligen Aktivisten der inzwischen aufgelösten „Aktionsgruppe Kiel“ gegründet worden. Diese bekannte sich zwischen 2007 und 2010 zu diversen Gewalttaten und propagierte die Gründung „unabhängig operierender Wehrwolfeinheiten“ in Schleswig-Holstein. (Quelle: Beranet)


19.01. Razzia gegen rechtsextreme Szene in Ratzeburg

Im Zusammenhang mit den Auseinandersetzungen zwischen Anhängern der rechtsextremen Szene und Polizeibeamten zu Sylvester in der Innenstadt und den Angriffen und Bedrohungen der vergangenen Wochen durchsuchte die Polizei nun mehrere Wohnungen. Die Wohnungen befinden sich in einem Haus in der Innenstadt, das der Neonaziszene der Stadt seit Jahren als Anlaufpunkt dient. Unter anderem wurden Mobiltelefone, Computer und Farbspraydosen beschlagnahmt. (Quelle: Polizeipresse)


17.01. Durchsuchung wegen Hassvideos in Lübeck

Die Polizei durchsuchte heute die Wohnung eines mutmaßlichen Rechtsextremen in Lübeck. Dieser räumte ein, selbstgefertigte Videos ins Internet gestellt zu haben, in denen dunkelhäutige Menschen und migrantische Institutionen hinter Fadenkreuzen zu sehen sind. Unterlegt sind die Bilder mit rassistischen Kommentaren. (Quelle: Polizeipresse)


13.01. Rechtsextreme Drohungen und Angriffe in Ratzeburg

In der Nacht zum 13.01. kam es in Ratzeburg zu diversen zielgerichteten Sachbeschädigungen und Schmierereien. Unter anderem waren ein Wohnhaus und ein Privatauto eines Mitgliedes des Ratzeburger Bündnisses gegen Rechtsextremismus betroffen. Außerdem wurde eine Vielzahl rechtsextremer Parolen, sowie Morddrohungen gegen den Ratzeburger Bürgermeister und den Vorsitzenden des Bündnisses gesprüht. (Quelle: BeraNet)


07.01. Rechtsextreme Parolen und Randale bei Fußballspiel

Beim Hallenfußball-Turnier in der Hamburger Sporthalle skandierten Fans des VFB Lübeck rechtsextreme Parolen. Anschließend kam es zu wechselseitigen Angriffen und Auseinandersetzungen mit eher linksgerichteten Fans des FC St.Pauli. 40 Menschen wurden verletzt. (Quellen: Taz, Hamburger Morgenpost)


01.01.Rechtsextreme Randale in Ratzeburg

Gegen Mitternacht skandierte eine Gruppe von 10-15 Personen in der Ratzeburger Innenstadt rechtsextreme Parolen. Anschließend kam es zu Auseinandersetzungen mit der Polizei, in deren Verlauf die Polizei Pfefferspray einsetzte und ein Dienstwagen beschädigt wurde. Vier mutmaßliche Neonazis aus Mölln und Ratzeburg wurden von der Polizei in Gewahrsam genommen. (Quelle: Polizeipresse)


01.01. Angriff auf Synagoge in Lübeck

In der Silvesternacht wurden vier Fenster der Lübecker Synagoge eingeworfen. Zwei tatverdächtige Männer wurden von der Polizei in Gewahrsam genommen. Die beiden deutschen Staatsbürger, einer der beiden stammt aus Tunesien, räumten die Tat ein. (Quelle: Lübecker Nachrichten, Polizeipresse)